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PCS 27.06.20: Kleine Ausfahrt - Wimsener Mühle - Amalienhof

Die aktuelle "Situation" hat Improvisation verlangt und hat neue Regeln zur Durchführung vorgegeben. Beide geplanten Locations standen nicht zur Verfügung, sodass wir uns auf renommierte Gastronomie-Betriebe verlassen haben. Damit ist die "kleine Ausfahrt" übrig geblieben und wir haben neu geplant. Die Teilnehmerzahl wird durch die Räume und Abstandsregeln beschränkt:

Bericht:

Nach einer langen Zeit ohne persönliche Kontakte, ohne Treffen und Veranstaltungen haben die ersten Events bereits stattgefunden, zunächst im Clubsport-Bereich. Da diese Veranstaltungen im Freien stattfinden, konnten die Abstands-Regeln usw. gut eingehalten werden. Ganz vorsichtig wurden erste genehmigte Slalom Veranstaltungen, z.B. in Kirchheim durchgeführt. Der PCD Club-Cup am Bilster-Berg und am Salzburgring sind erfolgreich verlaufen. Im Vorfeld ist jeweils ein Veranstaltungs-Konzept (Masken, Abstand und viele andere Regelungen) eingereicht und eine Genehmigung für den Veranstaltungsort und die Veranstaltung eingeholt und erteilt worden.

Unsere Kleine Ausfahrt war ursprünglich geplant als 50 Jahres-Jubiläums-Sommerfest. Die ursprünglichen Veranstaltungsorte waren keine Gastronomie-Betriebe, sodass auch kein genehmigtes Hygiene-Konzept vorlag. Circa 3 Wochen vor der Veranstaltung ließ sich einigermaßen abschätzen, dass eine Porsche-Club-Ausfahrt mit dem Aufenthalt in regulären Gastronomie-Betrieben stattfinden konnte – es blieb allerdings ein "gewisses" Restrisiko.

Daraus entstand die "kleine Ausfahrt"  - eine neue Planung musste her. Die Teilnehmerzahl wurde durch die Räume und die Abstandsregeln beschränkt.  Neuer Ausgangs-Punkt war die Wimsener-Mühle, genauer gesagt das Restaurant-Friedrichshöhle. Herr Tress und sein erfahrenes Team haben sich spontan bereit erklärt, uns mit einem "11-Ührchen" zu empfangen. Als Ziel-Ort konnten wir den Amalienhof auf dem Steinberg – ein Weinberg - bei Beilstein gewinnen. Die Familie Strecker organisierte für uns einen "Nachmittags-Brunch" (natürlich serviert, ohne Selbstbedienung).

Damit standen die Eckpunkte fest. Jetzt musste noch eine Route gefunden werden, die von der Schwäbischen Alb zu den Löwensteiner Bergen führte. Dazu haben wir schöne Landstraßen ausgesucht und Stuttgart sowie  diverse Knotenpunkte umfahren. Letztendlich entstanden 2 Strecken. Die östliche Route führte um Stuttgart herum über Fils und Rems durch den Schurwald. Die westliche Route durchquerte Schönbuch, Strohgäu und Zabergäu.

Das Wetter sorgte im Vorfeld für zusätzliche Spannung. Angenehm warme Temperaturen waren angesagt, allerdings mit Stark-Regen, Gewitter, Wolken und Sonne!

Trotz all dieser Herausforderungen im Vorfeld haben sich 27 Teams zur Ausfahrt angemeldet. Die Veranstaltung konnte beginnen: Nach intensiven Niederschlägen am Vorabend hat uns die Wimsener-Mühle bei bestem Wetter und Sonnenschein erwartet. Das begehrte Ausflugsziel liegt in einem malerischen kleinen Tal der Schwäbischen Alb, direkt am glasklaren Wasser und bewirtete uns im Hofe des historischen Gasthofes Friedrichshöhle. Die Friedrichshöhle ist die einzige mit einem Wassergefährt befahrbare Wasserhöhle Deutschlands. Sie liegt im Gemeindegebiet von Hayingen auf der Schwäbischen Alb und etwa drei Kilometer nördlich von Zwiefalten. Das zu erforschen war uns aber durch den engen Zeitplan und die aktuellen Rahmen-Bedingungen nicht möglich, kann aber bei Gelegenheit mal nachgeholt werden.      

Mit riesiger Vorfreude und den in den letzten Monaten auf Hochglanz gebrachten Porsche trafen die Teilnehmer nach und nach ein. Für alle war die Situation ungewohnt nach den vielen Monaten zuhause. So war die Begrüßung der Porsche-Freunde ein vorsichtiges Herantasten an die gegebene Situation, den teilweise unklaren und umfangreichen Regeln geschuldet... Das schöne Wetter ermöglichte es uns allerdings, im Freien zu sitzen und damit die Veranstaltung "regel-konform" zu beginnen.

Groß war die Wiedersehens-Freude und es hat uns nicht überrascht, dass trotz widriger Umstände alle angemeldeten Teilnehmer eingetroffen sind.

Bei bester Stimmung führte uns Herr Tress in die Geschichte des Ortes ein und nach der herzlichen Begrüßung durch Fritz Letters wurde uns ein exquisiter schwäbischer Vorspeisenteller serviert. Das charmante Team des Gasthofes verwöhnte uns mit einem Streifzug über die Schwäbische Alb von Mousse über Tatar von der Rauchforelle, Alblamm-Praline bis zum  leckerem Maultaschen- und Alblinsensalat.

Gerne wären wir noch um einiges länger geblieben. Aber die Porsche lockten, die 150 km Fahrt an zu treten. Die ausgearbeiteten Roadbooks führten über wunderschöne Sträßchen in kleinen, spontan gebildeten Grüppchen über 2 verschiedene Routen östlich und westlich an Stuttgart vorbei zum auf dem Weinberg gelegenen Weingut Amalienhof bei Beilstein. Am Ziel erwartete uns ein wunderbarer Nachmittags-Brunch.

Nachdem der Himmel sich unterwegs kurz und heftig entleert hatte, erreichten alle Autos bei wieder bestem Wetter das 400 Meter hoch gelegene Weingut, das sich durch harmonisch abgerundete Wild-Muskatweine einen hervorragenden Ruf verschafft hat. Leider waren die Weine (fast) nur den Beifahrern gestattet und so mancher bedauerte, nicht wie drei Paare für eine Übernachtungs-Möglichkeit mit Shuttle-Service im naheliegenden Beilstein gesorgt zu haben.

Herr Strecker und sein Team begrüßten sehr herzlich jeden einzelnen Ankömmling und verwöhnten uns mit einer wunderbaren Gastfreundschaft. Wir sind jetzt zum zweiten, aber gewiss nicht letzten Mal bei ihm zu Gast gewesen.  Zur Auswahl standen leckerer Rostbraten, Zander, Schweinefilet und gebackene Süßkartoffel. Dass es allen gemundet hat, war den zufriedenen Gesichtsausdrücken der Teilnehmer zu entnehmen.

Das großzügige Ambiente des Gutes gestattete die Einhaltung aller Abstandsregeln und so verwundert es nicht, dass die Veranstaltung nach Einbruch der Dunkelheit noch längst nicht zu Ende war.

Es war wieder mal ein gelungenes Event, das wie immer nur durch die Teilnahme unserer tollen Mitglieder von Erfolg gekrönt war.

Text: Sigrun Eissler und Fritz Letters
Bilder: Ute Kröger, Sigrun Eissler und Fritz Letters

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